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Die Unterschiede: Freie Trauung oder kirchliche Trauung?

By Martin Lieske 10. Januar 2019

Was genau unterscheidet eine kirchliche Trauung von einer Freien Trauung?

Ihr steht vor der Entscheidung. Passt eine kirchliche Trauung besser zu uns oder doch eine Freie Trauung?
Wo liegen hier genau die Unterscheide? Ich durfte schon Beides oft erleben und gestalten. Als ehemaliger Pastor habe ich in Kirchen Trauungen durch geführt und als Freier Redner habe ich mittlerweile fast 1000 Trauungen gestaltet. Daher will ich hier die grundlegenden Unterschiede aufführen.

1) Die kirchliche Trauung muss immer in geweihten Räumen stattfinden

Wird eine Kirche neu erbaut oder auch grundlegend renoviert, wird Sie im ersten Gottesdienst Gott geweiht. Hier könnt Ihr mehr über dieses Ritual erfahren: https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchweihe
Durch diese Weihe ist die Kirche für Sakramente, wie die Trauung, nur den Pastoren, Pfarrern oder Priester vorenthalten. Das heißt: Hier darf kein Freier Redner oder auch Freier Theologe eine Trauung durch führen, es sei denn Ihr findet einen Redner der beides ist: Pastor und Freier Theologe.
Damit scheidet auch die kirchliche Trauung im Freien aus, wenn Euch der kirchliche Segen wichtig ist.
Die Freie Trauung kann überall statt finden, wo Ihr wollt. Und natürlich könnt Ihr auch dort gesegnet werden, wenn Eure Rednerin oder Euer Redner Christ ist. Denn ein Segen ist Nichts anderes als ein Gebet für Euch und das ist nicht nur der Kirche vorbehalten. Gott sei Dank!

2) Die Freie Trauung richtet sich komplett nach Euren Wünschen

Die Kirche sieht Ihren Auftrag eine Ehe vor Gott zu schließen. Es ist also nicht der Auftrag der Kirche, es Euch dem Brautpaar in allen Dingen recht zu machen.
Die Freie Trauung hat den Auftrag eine Trauung nach den persönlichen Wünschen des Brautpaares durch zu führen. Hier seid Ihr der Chef.
In der Kirche gibt es feste Abläufe, wo meist selbst dem Pfarrer vor Ort die Hände gebunden sind. Er muss sich an diese Punkte halten.
Bei der Freien Trauung entscheidet alleine Ihr, welche Musik gespielt wird, wer mit wem einzieht, wie lange die Zeremonie dauert, wie viel Uhr Sie beginnt etc.. Einfach alles liegt in Euren Händen.

3) Die Atmosphäre auf einer Freien Trauung liegt in Eurer Hand

Manche empfinden die Atmosphäre in einer Kirche als bedrückend oder auch kalt und fremd. Das oft große Gebäude lässt einen eher klein, unbedeutend und anonym erscheinen. Manch gläubiger Christ empfindet das wiederum ganz anders, denn für ihn soll die Größe der Kirche die Größe Gottes wieder spiegeln und er ist regelmäßig in der Kirche, er fühlt sich also nicht fremd.
Bei der Freien Trauung ist die Räumlichkeit oder auch der Platz im Freien eher zweitrangig. Es geht in erster Linie um Euch, um zwei Menschen, die eine Entscheidung für den Anderen treffen wollen.
Die hoffentlich fröhliche und ungezwungene Atmosphäre Eurer Freien Trauung wird von Euch dem Brautpaar, von Euren Gästen und dem Trauredner gestaltet und nicht von imposanten Immobilien. Und noch was: Wenn Ihr glaubt, ist Gott auch gerne in der Natur, auf dem Schiff oder in einem Hotelsaal. Gott hat sich nie einer Kirche verpflichtet.

4) Bei der Freien Trauung seid Ihr kirchenrechtlich nicht verheiratet

Wenn Ihr in einer Kirche von einem Geistlichen getraut werdet, gilt Eure Ehe als vor der Kirche geschlossen und somit Ihr als verheiratet. Aber Vorsicht: Zum Standesamt müsst Ihr natürlich trotzdem, damit Eure Ehe auch vor dem Staat rechtskräftig ist.
Die Freie Trauung hat keinerlei rechtliche Bedeutung. Auch hier müsst Ihr zum Standesamt und bleibt kirchenrechtlich unverheiratet.
Selbst wenn zwei Menschen in einer evangelischen Kirche getraut werden, bleiben Sie für die katholische Kirche Singles.

5) Bei einer Freien Trauung spielen die unterschiedliche Konfessionen des Brautpaares keine Rolle

In der Kirche können kein Moslem und Christ verheiratet werden. In der katholischen Kirche kann kein katholischer Bräutigam eine ungetaufte Braut heiraten. Es kann also mitunter kompliziert werden.
Bei der Freien Trauung spielt der unterschiedliche Glaube überhaupt keine einschränkende Rolle, bei der Liebe soll es meist ähnlich sein 😉.

Wenn sowohl der Bräutigam als auch die Braut fest zu einer Kirche gehören, dort die Gottesdienste besuchen und den Geistlichen persönlich kennen, ist die kirchliche Trauung meist genau das Richtige für Sie.
Heiratet man aber nur kirchlich, weil es von einem erwartet wird, sollte man ernsthaft überlegen, ob das der richtige und vor allem der ehrliche Weg ist.
Ich bin immer dafür, dass man seine Ehe so beginnt, wie man seine Beziehung lebt: Echt, sich selber sein! Und für viele lässt hier die Freie Trauung mehr Freiraum sich selber treu zu bleiben. Also: Wo fühlt Ihr Euch wohler? 

Freie Theologen, die an Gott glauben und doch Freie Trauungen mit allen Möglichkeiten anbieten, findest Du in dieser Agentur: Freie Redner

Ich wünsche Euch eine ehrliche Trauung!
Euer Martin Lieske
www.eventredner.de

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