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Ideen für die symbolische Handlung

By Martin Lieske 17. Dezember 2018

Die meisten Brautpaare wünschen sich eine symbolische Handlung auf ihrer Freien Trauung am Tag ihrer Hochzeit.
Und das absolut zu Recht! Die Traurituale lockern die Atmosphäre auf, binden alle Gäste mit ein und schaffen sehr schöne Erinnerungen.
Welche grundsätzlichen Voraussetzungen die symbolische Handlung erfüllen soll, könnt Ihr hier in meinem Blog nachlesen: Das Trauritual oder die symbolische Handlung

Ich durfte in den letzten 15 Jahren schon sehr viele kreative Momente miterleben. Und natürlich haben sich Favoriten herausgebildet. Einfach weil sie gut funktionieren, Freude bringen und Erinnerungen festhalten. Heute möchte ich Euch von meinen Favoriten der Traurituale berichten.

Meine vier Favoriten der symbolischen Handlung

1. Die Weinkiste

Jeder Gast der Freien Trauung schreibt auf einen Zettel einen Wunsch für unser Brautpaar. Dieser Wunsch soll sich konkret auf die ersten 5 Ehejahre beziehen. Manchmal sollte man als Redner den Tipp hinzufügen, dass jetzt nicht alle „Nachwuchs“ oder „Glück“ schreiben sollen, sondern man gerne ein wenig kreativer sein darf.

Während der Zeremonie werden die Zettel von zwei ausgewählten Gästen eingesammelt und dem Brautpaar überreicht. Währenddessen läuft Musik zur Begleitung.
Nachdem die Zettel dem Brautpaar überreicht wurden, steht das Brautpaar auf und legt die Zettel nun in eine Holzkiste.
In dieser Holzkiste liegen bereits zwei Tageszeitungen zur Erinnerung an den großen Tag und mindestens zwei Flaschen Wein. Vielleicht genau der Wein, den man am Abend noch mit seinen Gästen genießen möchte. Manche entscheiden sich hier auch lieber für einen guten Whiskey oder auch beides.
Das Brautpaar nagelt die Kiste nun zu, oder verschließt diese mit einem Schloss. In genau 5 Jahren, an ihrem Hochzeitstag, haben sie nun einen schönen Abend voller Erinnerungen vor sich.

2. Der Dünger

Jeder Gast beschriftet nach Aufforderung des Freien Redners eine kleine Papiertüte mit einem persönlichen und konkreten Wunsch für das Brautpaar.
In dieser Tüte sind ein paar Körner Pflanzendünger.

Während der Freien Trauung sammeln auch hier zwei Gäste die Tüten ein und überreichen diese dem Brautpaar. Ein schönes Lied läuft zur Untermalung.
Unser Brautpaar öffnet eine Tüte und düngt nun ihren Hochzeitsbaum oder ihre Hochzeitsblume das erste Mal. Ich hatte hier einmal einen wunderschönen Feigenbaum, der vorne stand.

Das machen sie von jetzt an jeden Monat einmal, vielleicht kombiniert mit einem guten Essen und vor allem mit Zeit zu zweit. Und jedes Mal begleitet sie ein guter Wunsch eines Gastes. Die Pflanze, die ihre Ehe symbolisieren soll, wächst und wächst und bringt Blüten und vielleicht sogar Früchte hervor.

3. Die Patchwork Decke

Alle Gäste der Freien Trauung beschriften ein kleines Stoffquadrat mit dem ersten Begriff, der ihnen zu dem Brautpaar einfällt. Es gibt extra Stifte, die auf Stoff super schreiben und vor allem auch halten.
Was für Begriffe?
Das können Urlaubsländer sein, Insider, Hobbys, Eigenschaften, Witziges oder auch liebevolle Wörter, Hauptsache kreativ und bunt.
Alle Kinder oder zwei ausgewählte Gäste sammeln die Stoffquadrate ein und überreichen diese dem Brautpaar. Der Freie Redner kann hier auch gut mal 3-4 Begriffe laut vorlesen.
Das Brautpaar kann sich nun nach der Hochzeit ihre eigene „Hochzeit Patchwork Decke“ nähen, die es so kein zweites Mal gibt. Und der nächste Serienmarathon auf dem Sofa wird bestimmt etwas hochzeitlicher :).

4. Die Sand Vase

Wahrscheinlich ist es die am häufigsten praktizierte symbolische Handlung der letzten Jahre und einige denken jetzt: „Oh nein, nicht das mit dem Sand!“.
ABER: Ich bleibe ein Fan. Warum? Weil ich die Bedeutung genial finde, die einige Redner leider nicht richtig vermitteln.

Also los geht’s:

Alle Gäste erhalten vor Beginn der Freien Trauung ein Reagenzglas mit Sand. Die rechte Seite der Gäste beispielsweise blauen Sand, die linke Seite weißen Sand.
Während der Zeremonie läuft nun ein Lied und das Brautpaar steht auf. Jeder hat ein Glasgefäß, eine Vase in seiner Hand und sammelt nun eine (!) Sandfarbe von den Gästen der Trauung ein. Dadurch geben die Gäste unserem Traumpaar ihre guten Wünsche symbolisch mit auf dem Weg.
Das Brautpaar trifft sich nun wieder vorne und beide schütten den Sand in ein großes Glasgefäß. Hier kauft man besser eine Vase von guter Qualität, denn es soll ja lange halten.
Blauer und weißer Sand laufen nun zusammen. Aber, ganz wichtig: Sie mischen sich nicht zu einer neuen Farbe.
Ich halte das Gefäß dann immer nach oben und sage, dass wir ganz bewusst nicht so lange Mischen, bis hellblau daraus wird.
Im Gegenteil: denn auch in ihrer Beziehung genießen die beiden, dass Jeder sich selbst sein darf und sich nicht verändern musste, um geliebt zu werden.
Und so soll es auch in Zukunft sein: Das Brautpaar gehört zusammen, aber Jeder bleibt in seiner Persönlichkeit gut erkennbar – wie auch die beiden Sandfarben.
Natürlich findet die Vase dann zu Hause einen besonders schönen Platz.

Was sind Eure Favoriten der symbolischen Handlung? Habt ihr noch gute Ideen? Dann könnt ihr diese gerne hier unten in die Kommentare schreiben. Ich bin gespannt.
Wenn ihr gerade Eure Freie Trauung plant:
Trefft einen unserer Freien Redner, der Euch mit weiteren Ideen in einem persönlichen Gespräch begeistern wird: www.freieredner.com

Euch nur Das Beste,
Euer Martin Lieske

Auch interessant:

Umgang mit Lampenfieber bei der freien Trauung

Das Trauritual oder die symbolische Handlung?

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